Interkulturelle Sensibilisierung in Barcelona

AckermannAntje Platz und Andrea Ackermann (Foto) von der Walter Gropius Schule reisten im Mai 2015 jeweils für eine Woche nach Barcelona, um die Teilnehmer des MobiPro-Sonderprogramms des Bundes kennenzulernen, die sie ab diesem Sommer in Erfurt unterrichten werden. MobiPro soll gezielt junge EU-Bürger zwischen 18 und 27 Jahren in die Lage versetzen, in Deutschland eine betriebliche Berufsausbildung erfolgreich abzuschließen. Die Walter Gropius Berufsschule übernimmt für mehrere Ausbildungsberufe die theoretische Ausbildung für junge Teilnehmer aus Spanien.
Die beiden Spanischlehrerinnen tauschten sich mit ihren Kolleginnen in Barcelona über die jeweiligen Bildungssysteme aus, erhielten von ihnen 7 kg Fachliteratur und erweiterten ihre eigene Sprachkompetenz vor allem in Hinblick auf Fachtermini. Die besonderen Herausforderungen, vor die sie in nächster Zeit durch die theoretische Ausbildung der spanischen MobiPro-Teilnehmer gestellt sind, lassen sich nun besser meistern. Gerade auch die Sensibilisierung für die interkulturellen Besonderheiten ihrer zukünftigen Schüler wird nützlich sein.

Transnationale Berufsausbildung geplant

Julien ValléeJulien Vallée (18 J.), Sanitär-Klempnerlehrling im 2. Ausbildungsjahr in Strasbourg, wird im Anschluss an seine Gesellenprüfung, in Erfurt eine Zusatzausbildung als Klima- und Heizungsfachmann machen. Die Theorie absolviert er in Frankreich, den praktischen Teil bei der Erfurter Firma Döring Müller Wärmetechnik GbR, die großzügiger Weise fast zwei Drittel der Ausbildungskosten übernimmt. Nach einem einmonatigen Intensivsprachkurs im August, geht es nach Erfurt in die Praxis.

Dieses kann man als Pilotprojekt für eine transnationale Berufsausbildung zwischen Frankreich und Thüringen betrachten, das im Zuge zweier Unternehmerreisen nach Strasbourg, organisiert von  Mélanie Büttner-Nyenhuis des Europa Service Büros, zwischen den Compagnons du Devoir und der Erfurter Firma vereinbart wurde. Der Abschluss, den Julien Vallée hier erzielt, ist sowohl in Frankreich als auch in Deutschland anerkannt.

Kooperationsbeziehungen mit Ostroleka in Ostpolen vertieft

Arbeitstreffen OstrolekaSeit nunmehr drei Jahren kommen Auszubildende der Höheren Berufsschule Ostroleka nach Erfurt. Von Mai bis Juni diesen Jahres absolvierten wieder 8 Elektriker und 9 Kfz-Mechatroniker ein vierwöchiges Praktikum in Erfurt. Es ist das einzige Betriebspraktikum während ihrer vierjährigen schulischen Ausbildung. Hierbei werden erstmalig Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt: Umgang mit Chef und Kollegen, termingerechte Erfüllung von Arbeitsaufgaben, Kundenservice, Montagetätigkeit… Ganz herzlich danken wir wieder den vielen engagierten Firmen, die die jungen Leute aufgenommen haben!

Während eines Arbeitstreffens des Europa Service Mittelthüringen am 22.05.15 mit Vertretern der Berufsbildung sowie der Agentur für Regionalentwicklung aus Ostroleka ging es, neben der Auswertung der bisherigen Zusammenarbeit, vor allem um die Planung der weiteren gemeinsamen Aktivitäten mit dem Ziel, ausgebildete Fachkräfte aus Polen in den Thüringer Arbeitsmarkt zu integrieren.

Vier estnische IT-Auszubildende vom 7.04.-12.05.15 in Erfurt

Auswertung IT-Azubis aus EstlandOliver Kikas, Tanel Ramst, Vlad Karpov und Ret-Mark Schön, alle von der Kutse Hariduskeskus Berufsschule in Pärnu, waren sehr zufrieden mit ihren Praktikumsplätzen, wo sie auf vielfältige Weise gefordert wurden. Oliver, der von Dr. Berthold bei Lehmann + Partner GmbH betreut wurde, ging ganz in seinem eigenen Teilprojekt auf, das er in seinem eigenen Tempo bearbeiten konnte. Vlad wurde bei Plazz Entertainment mit der Projektdokumentation betraut und hat sich einiges bei der innovativen Arbeitsweise im Team abgeschaut, die er nachahmenswert findet. Ret-Mark lernte bei Kundenbesuchen mit Triumph-Adler ganz Thüringen kennen. Auf diese Art hat er viel über Serviceleistungen, wie sie in Deutschland praktiziert werden, gelernt, die er effizienter und kundenorientierter findet als in Estland.

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Sondierungsreise nach Estland

EstlandreisegruppeGute Kontakte des Europa Service Mittelthüringen zur Kutse Hariduskeskus Berufsschule in Pärnu führten dazu, dass vom 4. bis 7. Mai 2015 eine viertägige Sondierungsreise nach Estland organisiert wurde, um einen Eindruck von der dortigen wirtschaftlichen und berufsbildenden Situation zu erhalten. Die siebenköpfige Gruppe, bestehend aus dem Geschäftsführer der IHK Suhl Dr. Ralf Pieterwas, Torsten Buchheim (Andreas-Gordon-Schule, Erfurt), Sandro Dressel (HWK Suhl), Norbert Eckstein (BTZ Rohr) sowie Astrid Friedrich (Suhl), Ulrike Enders (Erfurt) und Marcel Siewers (Nordhausen), jeweils von den entsprechenden Europa Service Büros, wurden aufs herzlichste in Pärnu empfangen und hatten die Gelegenheit, sich persönlich von dem hohen Standard der dortigen Berufsausbildung zu überzeugen.

In der Hauptstadt Tallinn führte ein straffes Programm sie zum Berufsbildungszentrum der Industrie, zur estnischen IHK, zur dortigen Entsprechung des Arbeitsamtes, dem Verband Kleiner und Mittelständischer Unternehmen sowie der Deutschen Botschaft. Das kleine baltische Land am Rande Europas machte einen attraktiven und dynamischen Eindruck auf die Gruppe aus Thüringen. Allerdings haben auch dort die Berufsschulen mit einer hohen Abbruchquote, die Betriebe mit Fachkräftemangel zu kämpfen.

Der Erfahrungsaustausch zu diesen Themen war für beide Seiten sehr befruchtend. Der bisherige erfolgreiche Praktikantenaustausch wird in nächster Zeit intensiviert, eine Zusammenarbeit bei der Lösung der gemeinsam erörterten Probleme ist geplant.

Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

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